Shelby's personal reflection on her 7th grade classroom

Shelby Harris ist Lehrerin der 7. Klasse an der öffentlichen Schule in Kuna, Idaho. In der Fernseh-Dokumentation TEACH von Davis Guggenheim wurde über sie berichtet. Im Frühling stelllte sich Shelby der Herausforderung, das Lernmaterial der Khan Academy einzuführen. Zuerst in einer dreimonatigen Testphase, um es danach dem Prüfstand zu unterziehen. Die neue Technologie sollte nicht etwa das Unterrichten quasi ersetzen, sondern als zusätzliches Instrument den Unterricht bereichern.
Ich heiße Shelby Harris und bin Lehrerin der 7. Klasse an der Kuna Middle School in Kuna, Idaho. Es ist das 14. Jahr, in welchem ich an dieser Schule in der Nähe von Boise unterrichte. Die insgesamt ungefähr 800 Schüler lernen in der 7. oder 8. Klasse. Wir haben einen beträchtlichen Anteil an Schülern mit fremder Muttersprache und Schüler aus einkommensschwachen Bevölkerungsgruppen. Und, wie manch andere Schule auch, unterrichten wir Schüler mit einer enormen Bandbreite an Fähigkeiten.
I’ve always been a very traditional teacher; in the front of the room, captive audience, putting on a show. I managed behavior with ease, entertained my crowd, delivered lessons meant to inspire to the masses. I loved my job. I also knew I wasn’t doing it very well. I knew I had highly capable students who were bored but well behaved, so they politely smiled through my lectures. I knew I had a not-so-tiny group who was completely lost.
Ich brauchte also eine Lösung. Ich dachte dabei an kleinere Klassen, mehr Zeit und einen Assistenz-Lehrer. Das war aber nicht so einfach, bis ich auf die Khan Academy gestossen bin.
Am Tag, wo wir mit KA begannen, waren die Schüler begeistert. Teilweise aufgrund der neuen Technologie. Aber vor allem auch deshalb, weil sie wussten, dass der Mathe-Unterricht von früher sich nun einer Veränderung unterziehen wird. Im alten Unterricht waren sie entweder gelangweilt oder unterfordert. Damals hatte ich einen festgesetzten Lehrplan, den ich in einer vorgegebenen Zeit durchbringen musste. Und dies mit einer Klasse, in welcher einige Schüler für bestimmte Aufgaben 2 Minuten brauchten, derweil andere wiederum dafür zwei Tage benötigten oder gar 2 Wochen!
Ich habe mich auf die neue Unterrichtsmethode gefreut, war aber auch sehr nervös.   Eine so traditionelle Lehrerin wie ich teilt nun also plötzich den Schülern Tablets zum Lernen aus. Irgendwie fühlte ich mich schon ein wenig fehl am Platz. Ich wusste auch nicht, wie ich mich verhalten sollte.
Ich versuchte es einfach.  Basierend auf Daten von und Erfahrungen der KA bilde ich kleine Gruppen. Nun konnte ich mich den einzelnen Schülern und deren spezifischen Fragen gezielt widmen. Währenddessen arbeiten die anderen Schülern zusammen und helfen sich gegenseitig. Und sie machen es mit Freude. Viele lachende Gesichter. Das veränderte Unterrichtsklima ist spürbar. Es ist nun nicht mehr so, dass ich am Steuer eines Ruderbotes den Takt klopfe und all meine Schüler im Einklang rudern müssen. Wir rudern nun zusammen. Ständig überprüfe ich Daten und bringe die Crew auf den richtigen Kurs zurück. Wenn jemand untergeht, helfe ich ihm mit Daten. Wenn eine Gruppe vom Kurs abkommt oder in unbekannte Gewässer gerät, lotse ich sie in die richtige Richtung. Es ist toll und läuft gut und sieht aus wie....naja, wie Chaos. Aber inmitten dieses Chaos sind Schüler, die mit neuer Begeisterung für die Mathematik lernen, die ihre Ängste angehen, und die sich gegenseitig helfen.
Nach ein paar wenigen Monaten machte ich eine Menge richtig und immer noch eine Menge falsch. Ich weiß, dass ich bei der Umsetzung noch einiges verändern muss, aber ich weiß auch, dass es in die richtige Richtung geht. Das Lächeln auf ihren Gesichtern und ihre besseren Noten sagen es mir.