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Möglicherweise hast du den Begriff LIBOR gehört, wenn Leute über Zinssätze reden. Oder sie sagen "Hey, ich leihe dir Geld ein paar Prozentpunkte über LIBOR" Du wirst LIBOR in ein paar der Finanznachrichtenkanäle hören. Was es tatsächlich ist, ist einfach der Durchschnittswert der Zinssätze in der sich Banken gegenseitig Geld ausleihen. Und dieser Wert wird von der British Bank Association (Vereinigung der britischen Banken) ausgerechnet. Tatsächlich wird er von Thomson Reuters für die British Bank Association ausgerechnet. Und er exisitiert um eine Art Benchmark (Bezugswert) für andere Wertpapiere und Finanztransaktionen zu ermöglichen. Wortwörtlich steht LIBOR für London Interbank Offered Rate. Also... ist es... in London... die Zinsrate... die sich Banken gegenseitig anbieten. Die London Interbank (zwischen Banken) Offered (angeboten) Rate (Zinssatz). Um das ein wenig besser zu verstehen habe wir hier zwei Banken aufgestellt. Bank A und Bank B. Möglicherweise weißt du ja schon, dass wenn du Geld in ein Bankkonto einzahlst, dass die Bank das Geld nicht einfach rumliegen lassen. Die Bank verdient in dem sie einen größeren Teil des eingezahlten Geldes an andere Leute verleiht. Und sie behält gerade genug Cash on Hand (Bargeldbestand), dass wenn Leute kommen und Geld von ihrem Bankkonto abheben wollen der Bargeldbestand groß genug ist. Du kannst dir vorstellen... hin und wieder könnte der Bargeldbestand der Bank sinken oder sehr nahe an eine Art Reserve Requirement (Mindest-Reserverpflichtung) anstoßen, welche die Zentralbank eines Landes den Banken vorschreibt. Also in diesen Situationen... sagen wir Bank A nähert sich dieser... dieser Situation. Sie sagen "Lasst mich ein wenig Geld leihen" Lasst mich ein von einer anderen Bank Geld leihen. Das ist "interbank borrowing" (zwischenbankliche Kreditaufnahme). Bank B hier haben gerade ordentlich viel Bargeld, also sagen sie, wir wollen nicht so viel Bargeld herumliegen haben. Wir wollen es ausleihen. Damit wir Zinsen bekommen. Wir bekommen keine Zinsen auf Bargeld. Also könnte Bank B an Bank A Geld verleihen. Also verleihen sie vielleicht so viel Bargeld. Also ist das das neue Bargeld das Bank A bekommen hat. Genau hier... das neue Bargeld. Und natürlich ist das ein Kredit. Also ein neuer Kredit. Um das zu verrechnen, erinnert euch, Assets (Vermögenswerte) ist gleich Liabilities (Verbindlichkeiten) plus Equity (Eigenkapital). Also die Verbindlichkeiten sind das ganze Teil hier. Also ist es ein Kredit von B für dieses Bargeld. Sie haben jetzt einen größeren Sicherheitspuffer. Und jetzt B, ihr Darlehen (an A) ist gewachsen und ihr Bargeld ist gefallen. Also das hier ist ein Darlehen, ein Kredit an A. Gerade haben sie dieses Bargeld genommen und es an Bank A gegeben. Und der Zinssatz für den sie es ausleihen, vielleicht war das 1% pro Jahr. Und natürlich muss es täglich erneuert werden, es handelt sich um die Overnight Rate (Overnight Tagesgeldsatz). Dieser Zinssatz ist die Interbankrate. Also was die jetzt machen, im Auftrag der British Bank Association. Sie gehen und begutachten ein Haufen Banken in London, acht, zwölf, sechzehn Banken in London. Und sie sagen "Hey, was war der Zinssatz in dem ihr Transkationen ausgeführt habt?" und die Banken geben das an. Und diese Angabe ist der Overnight LIBOR (Overnight Tagesgeld LIBOR) Also haben die das angeben, sagen wir mal 1,2% über alle Banken die wir begutachtet haben. Aber was interessant über den LIBOR ist, er wird für zehn verschiedenen Währungen ausgerechnet. Nicht nur in britischen Pfund, oder Dollar oder Yen... sondern in zehn Währungen. Das ist es was ihn unter anderem wirklich differenziert. Und wirklich differenziert von dem Effektivzinssatz "Federal Funds Rate", das ist ein anderer Interbankzinssatz. Aber der ist in den USA. Und bei dem geht es mehr um geldpolitische Ziele. Die Federal Bank (Zentralbank der USA) versucht diesen aktiv zu steuern.