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Video-Transkript

Lasst uns das Beispiel aus dem letzten Video durchgehen, in dem ich in diesem Dorf bin und eine Bank eröffne, um Sparer mit Investitionsmöglichkeiten zu versorgen. Und eigentlich will ich es nochmal benutzen, erstens, um es ein bisschen mehr auf den Punkt zu bringen wie eine Bank ihr Geld macht. Und ich denke dieses Beispiel ist ein ziemlich gutes Mittel um euch etwas über eine neue Art des Bilanzabschlusses beizubringen, auf die ich noch nicht allzusehr eingegangen bin. Und das ist die Gewinn- und Verlustrechnung. Bisher bist du hoffentlich mit der Bilanzaufstellung vertraut. Und jetzt lernen wir, was die Gewinn- und Verlustrechnung ist. Also, sagen wir, dass dies meine Bilanz am Beginn des ersten Jahres meines Geschäftes ist, der Anfang des Jahres 1. Lass mich sehen, ob ich es wiederherstellen kann. Ich glaube ich hatte gesagt, dass ich ursprünglich die Firma mit 1 Million als Kapital ausgestattet habe. Das kam aus meinen Ersparnissen. Oder vielleicht bin ich auch zu zehn Freunden von mir gegangen, die mir $100.000 pro Kopf gaben. Aber es ist auch egal, wie wir dieses Eigenkapital erhalten haben. Wir wissen nur, dass wir 1 Millionen Dollar hatten. Und dann hatte ich mir ein Gebäude gekauft, in dem ich Geld verwahren konnte, das sehr sicher aussah. Und die Leute würden sich sicher genug fühlen, das Geld in dem Gebäude zu unterzubringen. Also sagen wir, ich hatte 1 Millionen Dollar in Immobilien. Und dann sah der Rest des Dorfes diese nette, große Festung, die ich gebaut hatte. Also gaben sie mir zumindest einen Teil ihrer Ersparnisse als Einlagen. Mit dem Gedanken, wow, das ist ein sicherer Platz, um mein Geld zu deponieren als meine eigene Matratze oder im Hinterhof vergraben. Und diese Bank von Sal sagt sie gibt mir sogar Zinsen. Und er scheint mir ein ziemlich anständiger Zeitgenosse in unserem Dorf zu sein. Also lasst uns einen Teil unserer Ersparnisse bei ihm einlagern. Also bekomme ich 10 Millionen Dollar an Einlagen. Und natürlich habe ich ihnen gesagt, passt auf, das ist kein Kredit. Obwohl es das irgendwie ist. Ich leihe mir dieses Geld nicht von euch. Ihr könnt das Geld benutzen, wann immer ihr es braucht. Und deswegen muss ich einen Teil der Einlagen beiseite legen für den Fall dass am nächsten Tag jemand kommt und sagt, ich habe dir diesen Dollar gestern gegeben. Ich brauche den heute, um für meine Zahnreinigung oder irgendwas anderes zu bezahlen. Also muss ich etwas zur Seite legen. Und ich denke mir, naja, wenn ich 10 % davon beiseite lege, ist das das meiste, dass jemand wohl an einem Tag abheben wollen würde, außer es gibt eine Art ungewöhnlichen Ansturm auf die Bank. Also werde ich 10 % als Reserve beiseite legen. Das ist dann der Barbestand. Sagen wir 1 Millionen Dollar in bar. Wenn ich, aus irgendeinem Grund, denken würde, dass die Wahrscheinlichkeit, dass alle auf einmal ihr Geld haben wollen, größer ist, oder ein großer Anteil der Leute gleichzeitig kommt, bräuchte ich größere Reserven. Also habe ich letztendlich noch 9 Millionen Dollar. Man gab mir 10 Millionen, ich musste eine zur Seite legen. Mir bleiben 9 Millionen Dollar zum Verleihen. Das ist das Produktivkapital. Und wenn ich Kapital sagen, dann ist das nur ein Anspruch auf jemandes Güter oder Dienstleistungen, die dazu benutzt werden können, etwas zu produzieren oder zu verrichten, dass mehr Wert generiert als ursprünglich aufgebracht wurde. Das sind also 9 Millionen Dollar an Krediten. Und ich weiß, das ich immer in diesen Begriffen spreche. Und ich mache das, weil ich denke, dass wir in unserer heutigen Gesellschaft, so auf die Punkte fixiert sind, nämlich das Geld, oder die Geldscheine, dass wir häufig vergessen, was sie eigentlich repräsentieren. Die Punkte (anm.: Mit Punkte meint Khan das Belohnungssystem von Khan Academy), oder das Geld, repräsentieren Ansprüche repräsentieren einen Anspruch auf Güter oder Dienstleistungen. Ich habe schon Menschen getroffen, die davon besessen sind - Naja - wie auf Khan! Ich bekomme E-Mails von Leuten die extra Punkte für ihre Konten haben wollen. Und sie sind davon besessen. Und es ist nur eine Zahl. Was eigentlich wichtig ist, ist was euch das Punktesystem eigentlich bringt? Und in Bezug auf Geld, repräsentieren diese Punkte zukünftige Ansprüche auf Güter und Dienstleistungen. Also so sah meine Bilanz zu Beginn des ersten Jahres aus. Und ich sagte mir, okay, ich werde 10 % Zinsen aus diesen Kredite bekommen. Und sagen wir, ich bin sehr gut, in dem was ich mache, und keine dieser Forderungen fällt aus. Und ich bekomme wirklich meine 10 %. Und, wie ich gesagt habe, zahle ich 5 % an diese Leute aus. Was passiert also im Laufe des Jahres? Wieviel Zinseinnahmen werde ich bekommen? Ich werde das "Zinseinnahmen" nennen. Also 10 % mal 9 Millionen. Ich werde 900.000 Dollar bekommen. Und was ist dabei mein Zinsaufwand? Ich hätte das wahrscheinlich in grün machen sollen. Also, ich muss 5 % auf 10 Millionen zahlen. Das sind 500.000 Dollar. Ich werde es als negative Zahl aufschreiben, damit ihr wisst, dass es Kosten sind. Obwohl, da ich gesagt habe, dass es Kosten sind, solltet ihr es möglicherweise als positive Zahl schreiben. Aber das ist nur eine Buchhalter-Sitte. Ich denke, ihr versteht, was ich meine. Lass es mich als minus 500.000 Dollar schreiben. Und dann, um als Bank zu operieren - hatte ich das Gebäude. Es muss gereinigt werden. Es muss Instand gehalten werden. Ich musste Bankangestellte und Sicherheitsmänner anstellen. Und ich musste meinen Sicherheitsmännern Maschinenpistolen kaufen. Ich habe Kosten, alles von den wenigen Zinseinnahmen, die ich bekomme. Also sagen wir ich habe Gehälter zu zahlen. Und ich habe noch andere Kosten. Sagen wir minus 50.000 im Jahr an Gehältern, die ich bezahlen muss. Und, sagen wir, Instandhaltungskosten für das Gebäude - man muss es ab und zu streichen. Ab und zu neue Marmorfliesen verlegen. Weil ich den Eindruck der glänzenden, uneinnehmbaren Festung erhalten muss. Also Wartungskosten sind ein großer Kostenfaktor für mich. Ich zahle also 50.000 an Wartung. Was bleibt mir also übrig? Mal sehen, 900 minus 500 ist 400, minus weiteren 100. Bleiben also noch 300.000. Aber obwohl ein primitives Dorf ist, in dem ich lebe, ist es nicht so primitiv, dass es keine Steuern gibt. Das ist also mein Einkommen vor Abzug der Steuern. [Handy klingelt] Mein Handy klingelt, aber ich werde es ignorieren. Es ist ziemlich schwer zu ignorieren. Wie auch immer, dies ist mein Einkommen vor Abzug der Steuern. Aber die lokale Regierung sagt, naja, du musst für die Armee bezahlen und alle anderen Dienste, die wir bereitstellen. Also nehmen sie 30 %. Also Einkommenssteuer. Sagen wir, sie nehmen ein Drittel. Sie nehmen also 100.000. Was bleibt mir also übrig? Was ist mein Nettoeinkommen? 300 minus 100, mir bleiben noch 200.000. Nicht allzu übel. Und damit das klar ist, das ist die Gewinn- und Verlustrechnung. Ich werde jetzt noch etwas darüber sprechen, wie das alles zusammenpasst. Lass mich also eine große, schöne Box drumherum zeichnen. Damit es auch nach einer ordentlichen Aussage über etwas aussieht. Also wie wird meine Bilanz am Ende des Jahres aussehen, ausgehend davon, dass dies das Geld ist, das ich eingenommen habe? Sagen wir, die Kredite sind noch nicht zurück gezahlt worden, die Leute haben nur die 10 % Zinsen gezahlt. Also habe ich immer noch die Kredite in meiner Bilanz. Lass mich die Kredite zeichnen. Also habe ich immer noch 9 Millionen Dollar an Aktivposten, welche diese Kredite sind. Sie wurden noch nicht zurück gezahlt. Ich habe immer noch das Gebäude. Und da ich 50.000 für Instandhaltung bezahlt habe, wurde der ganze Verschleiß durch die Instandhaltung wieder gut gemacht. Also ist es immer noch eine Million Dollar wert. Also habe ich immer noch ein Gebäude im Wert von 1 Millionen 9 Millionen und 9 Millionen an offenen Forderungen. Ich hatte eine Millionen Dollar in bar. Und wieviel Bargeld habe ich jetzt? Ich hatte eine Millionen Dollar zuvor. Und ich gehe davon aus, dass das Gesamtniveau der Einlagen sich im Laufe des Jahres nicht verändert. Ich hatte also eine Millionen Dollar in Bar und nichts dramatisches passiert mit den Einlagen. Über den Verlauf des Jahres, wie ich hier zeige, machte ich 200.000 Dollar. Und diese 200.000 werden, im Großen und Ganzen, jetzt zu Bargeld. Also jetzt habe ich 1.2 Millionen in Bargeld. Die Einlagen haben sich nicht verändert. Ich habe immer noch 10 Millionen an Einlagen. Das sind Verbindlichkeiten, da ich sie den Menschen schulde, die mir das Geld zum Verwahren gegeben haben. Ich schulde ihnen Geld. Was bleibt mir also übrig? Was ist mein Eigenkapital? Mein Eigenkapital war 1 Millionen. Was ist mein Eigenkapital jetzt? Naja, Eigenkapital ist das gesamte Vermögen minus der Verbindlichkeiten. Was ist mein Gesamtvermögen jetzt also? 9 plus 1 ist 10, plus 1.2. Ich habe 11.2 Millionen an Gesamtvermögen. Minus meine Verbindlichkeiten, minus 10. Also habe ich 1.2 Millionen an Eigenkapital. Jetzt ist etwas Interessantes passiert. Was hat mein sich an meinem Eigenkapital verändert? Ich hatte 1 Millionen Dollar Eigenkapital. Jetzt habe ich 1.2 Millionen Dollar Eigenkapital. Also ein Unterschied des Eigenkapitals von 1 Millonen zu 1.2. Millionen Dollar. Wir können also, wenn du die mathematischen Bezeichnungen benutzt, das Delta Zeichen verwenden. Das Dreieck bedeutet nur die Differenz. Meine Differenz ist gleich 200.000 Dollar. Und das ist das Gleiche wie euer Nettoeinkommen. Was ist also eine Gewinn- und Verlustrechnung? Naja, das ist unsere Gewinn- und Verlustrechnung. Aber in welcher Verbindung steht es zu der Bilanz? Und später sprechen wir auch über die Kapitalflussrechnung. Eine Bilanzaufstellung ist nur eine Momentaufnahme von dem, was ihr besitzt und was ihr schuldet zu einem beliebigen Zeitpunkt. Das ist die Bilanz zum Beginn des Jahres. Das ist die Bilanz zum Ende des Jahres. Das ist ein Schnappschuss von dem, was ihr besitzt und was ihr schuldet zu Beginn. Das ist ein Schnappschuss von dem, was ihr besitzt und was ihr schuldet am Ende des Jahres. Die Gewinn- und Verlustrechnung gibt euch Auskunft darüber, was im Laufe des Jahres passierte. So im Prinzip sagt es euch, wie ihr von dieser Bilanzaufstellung zu dieser Bilanzaufstellung gekommen seid. Eine andere Sichtweise auf die Gewinn- und Verlustrechnung: am Ende gibt sie euch Auskunft über den gesamten Input. Welches Geld hereingekommen ist, welches Geld ausgegeben wurde in Form von Kosten und Steuern und so weiter. Und dann habt ihr euer Nettoeinkommen. Das Nettoeinkommen ist gleich der Veränderung eures Eigenkapitals. Wenn ihr also ein positives Nettoeinkommen in einem Jahr habt, wird das Eigenkapital in der Bilanz um diesen Beitrag in diesem Jahr ansteigen. Und habt ihr ein negatives Nettoeinkommen, wird sich euer Eigenkapital in der Bilanz in einem Jahr verringern. Man könnte also sagen, dass euer Nettoeinkommen dasselbe ist wie die Veränderung eures Eigenkapital. Eine weitere Sache über die wir sprechen sollten: Was ist euer Ertrag bei dem Eigenkapital? Euer Anfangskapital war 1 Millionen Dollar. Wieviel Geld haben wir gemacht? Es wuchs um 200.000 Dollar an. Also 200.000 zu 1 Millionen. Naja, wir könnten das auch 1.000 tausend nennen. Das sind gleich 20 %. Das war unsere Rendite auf das Eigenkapital. Wir haben 1 Millionen eingebracht und wir haben 20 % mehr eingebracht. Das war unsere Eigenkapitalrendite. Gleich ROE (Anm. des Übersetzers: für "Return On Equity" - also Eigenkapitalrendite). Und beachtet, die Eigenkapitalrendite ist wirklich - das Gleiche. Die Veränderung des Eigenkapitals geteilt durch das Startkapital ist das Gleiche wie das Nettoeinkommen über den Zeitraum. Ich definiere es als Startkapital. Manchmal bezeichnen es Menschen auch als durchschnittliches Kapital. und solche Sachen. Naja, ich dachte mir, das hier war eine gute Möglichkeit, um euch zumindest in die Vorstellung der Gewinn- und Verlustrechnung einzuführen und zu zeigen wie das alles zusammenhängt. Denn das ist die Schönheit des Buchhaltens. Ihr habt all diese verschiedenen Bilanzen, die außerordentlich miteinander verflochten sind. Ihr gebt mir zwei Bilanzaufstellungen und dann kann ich euch tatsächlich die Gewinn- und Verlustrechnung konstruieren, die zwischen ihnen erfolgt sein muss. Wie auch immer, wir sehen uns im nächsten Video.